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Sind die Hammer-Terminals vom Topcat sicher?
Von Alexander F. Schindler.

Wanten werden von fast allen Catamaran-Herstellern durch Schäkel an den Püttingeisen (P) der Rümpfe befestigt. Um die erforderliche Spannung der Wanten zu erzielen, finden sich bei einigen Bootstypen an den Wantenenden, die mit den Püttingeisen (P) verbunden werden, zusätzliche Lochbleche (L).
Gleiches trifft vorne für das Vorstagg zu, das mit dem Hahnepot gekoppelt wird. Dadurch lässt sich auch die Mastneigung zur Längsachse des Cats verändern.

Das Aufriggen ist bei diesen Systemen zwar ein bischen arbeits- und kraftaufwendig, dafür aber sind die Befestigungslösungen absolut sicher; vorausgesetzt natürlich, man dreht die Bolzen der Schäkel richtig fest und/oder sichert die Bolzen mit einem Splintring, die möglichst noch abgetapet werden sollten.


Die Topcat GmbH geht hier einen ganz anderen Weg. Sie verwendet bei ihren Catamaranen sogenannte Hammer-Terminals (2 und 2.1). Der T-förmige Hammer an der Want wird einfach durch einen Schlitz im Püttingeisen (3) gekippt. Beim Aufrichten legt sich der Hammer dann quer zum Schlitz.



Ursprünglich wurde diese Wantenbefestigung, die auch vorne am Powerspreader (5) Anwendung findet, vom Hersteller als absolut sicher ausgelobt. Dem ist aber nicht so.
Beim Segeln ist die Leewant bekanntlich immer entspannt, weil die Last auf der Want in Luv liegt. Es kommt nur sehr selten vor, aber es ist durchaus möglich, dass sich durch eine unglückliche Bootsbewegung der Hammer (2 und 2.1) an der leeseitigen Want bzw. am Powerspreader (5) so verdreht, dass er aus dem Schlitz des Püttingeisens (3) rutscht. Dann kommt der Mast herunter und man hat ein richtiges Problem, da sich auf dem Wasser ein Mast nicht aufrichten lässt.

Findige und erfahrungsgeplagte Topcat-Segler fanden jedoch schnell die Lösung zu diesem Problem: Schon beim Aufriggen an Land, wird zusätzlich zum Hammer-Terminal (2) ein kleiner Schäkel oder Karabiner-Haken (1) in den Schlitz des Püttingeisens (3.1) eingesetzt. Jetzt kann sich der Hammer mangels freiem Raum im Schlitz des Püttingeisens kaum noch bewegen; weder beim Stellen des Mastes an Land, noch während des Segelns.
Dieser Kniff ist inzwischen realisierte Empfehlung der Topcat GmbH und in den Aufbauanleitungen erwähnt.