Tipps für Segler :: CFC Segel-Schule

Trapezen; aber richtig.
Von Peter H. Schindler.

Das Trapez wirkt wie ein Turboauflader auf dem Catamaran.
Durch Einsteigen in das Trapez richtet man sein Körpergewicht gegen den Winddruck und entlastet damit das Boot.

Stehen Skipper und Vorschoter im Trapez, ist der Effekt noch um ein Vielfaches größer, als wenn nur der Schotte den Cat allein ausreitet. Man spürt sofort eine bedeutende Steigerung der Geschwindigkeit.

Trapez-Segeln beginnt mit der Wahl der Trapez-Hose.
Nur, wenn sie richtig sitzt, wird das Segeln im Trapez zum Erlebnis. Ansonsten gibt es –um die Worte des Tornado-Weltmeisters und Olympiasiegers Roland Gaebler zu benutzen- ’Bloody Mary’.

Sicheres Trapezen will gelernt sein.
Am Besten erst einmal das Ein- und Aussteigen auf dem Trockenen am Strand üben, damit es auf dem Wasser zu keinem ’Umflieger’ kommt. Wer das mal mitgemacht hat, den ungewollten Flug nach vorne um die Fock herum auf die andere Seite des Cats und zurück auf die Luv-Seite mit dem fast unvermeidlichen Schlag des Kopfes gegen den Mast, der weiß, wovon ich hier rede.

Und wer falsch im Trapez steht, dem sei gesagt, dass die sogenannte ’Mehlsack’technik weder gut aussieht, noch Speed bringt.
Die nachfolgende Zeichnungen zeigen, wie man richtig im Trapez steht und natürlich, wie man es nicht machen sollte.



Trapez zu kurz:
Kein optimaler Quertrimm.
Beim Einsteigen des Rumpfes besteht
die Gefahr ins Segel zu fallen.
Trapez zu lang.
Trapezmann wird dem Wellenschlag
ausgesetzt. Stark bremsende
Wirkung
Trapezlänge richtig eingestellt.