CFC-Notizen :: Regatta Notizen


6. FLENS SUPER SAIL TOUR Fehmarn Rund (2010).
Von Peter H. Schindler

Nachdem in den vergangenen Jahren immer nur höchstens zwei Boote an Deutschlands größter Catamaran-Regatta teilgenommen hatten, gab es diesmal die Chance, dass sechs Catamarane des CFC an den Start in Heiligenhafen/Ostsee gehen. Dann kam es jedoch anders als geplant.
Als erster musste Mumpitz Albrecht aus familiären Gründen absagen. Dann bekam Carsten Kramp wider Erwarten keinen Urlaub, so dass auch seine Frau und er, sowie die drei ‚segelheißen‘ Töchter absagen mussten. Wenige Tage vor dem Start wurde dann auch noch Alex Schindler von seiner Firma nach Schottland beordert. Und um das Maß voll zu machen, verklemmte sich Pit Schindler beim Abbau seines Cats in Sahlenburg einen Nerv im Rücken. Aufrecht Gehen kein Problem. Sitzen und Bücken mit großen Schmerzen. Liegen eine Qual. Segeln unmöglich. Delf Erik Norden war somit der letzte Aufrechte, der in diesem Jahr die Flagge des CFC vor Fehmarn hoch hielt.

Der Wetterbericht versprach für den Regattatag nichts Gutes. Die Wettfahrtleitung zog in Erwartung ses fehlenden Windes eine Bahnverkürzung in Erwägung. Die DLRG-Sicherungsfahrzeuge und die an der Regatta beteiligten Dickschiffe wurden gebeten, in diesem Fall die liegenbleibenden Catamarane auf den Haken zu nehmen und nach Heiligenhafen zurück zu schleppen. Doch dann kam es ganz anders. Am Wettfahrttag herrliches Wetter. Blauer Himmel, ein paar Wolken und ein Dreier an Wind. Und so sollte es (fast) den ganzen Tag bleiben.

Insgesamt waren achtundachtzig Catamarane an den Start gegangen. Davon zweiundzwanzig in der Klasse F18, zweiundzwanzig in der Klasse der Hobie 16 und dreiundvierzig in der offenen Klasse.
Da nur drei Topcat K2 am Start waren, gab es für diese keine gesonderte Wertungsgruppe.

In der offenen Klasse belegte Delf Erik Norden mit seinem Vorschoter Michael Scharf den 32. Platz. Aus dem CFC-Freundeskreis kam Axel Munsch mit seinem Vorschoter Stephan Dorfner auf ihrem Hobie 18 auf den 28. Platz und Thomas und Nils Dijkstra mit ihrem Nacra 6.0 auf den 30. Platz.
Dem mehrfachen Europa- und Weltmeister und Olympiasieger Roland Gaebler war auf seinem Tornado der Sieg nicht zu nehmen. Er brauchte für die über vierzig Seemeilen lange Strecke vier Stunden, neunundvierzig Minuten und zweiundfünfzig Sekunden.

Bemerkenswert: Von den drei Topcat-Crews war das Team Norden/Scharf mit gesegelten sieben Stunden, neununddreißig Minuten und zehn Sekunden und berechneten sechs Stunden, zweiundvierzig Minuten und siebenundvierzig Sekunden das Schnellste. Vier Plätze dahinter ‘Speedy‘ mit gesegelten acht Stunden, vierundfünfzig Minuten und neunzehn Sekunden und berechneten sieben Stunden, achtundvierzig Minuten und zweiundvierzig Sekunden. Das ist ein Vorsprung für das CFC-Team von einer Stunde und fünfzehn Minuten. ‘Wüppsteert III‘ kam nicht ins Ziel.
Zieht man einen Vergleich zur Klasse der Hobie 16, waren nur die drei ersten ‘Sechzehner‘ schneller als ’Whisky The Cat‘.

In der Klasse der F18 siegte der international erfolgreiche Jörg Gosche auf einem Hobie Wildcat mit fünf Stunden, dreiundzwanzig Minuten und einer Sekunde.
Sigi und Jörg Stahl aus dem CFC-Freundeskreis durchfuhren auf ihrem Hobie Tiger nach fünf Stunden, zweiundvierzig Minuten und einunddreißig Sekunden als Achte die Ziellinie. Achtzehnte wurden Monique Petersen und Rainer Damm; ebenfalls auf einem Hobie Tiger.