CFC-Notizen :: Regatta Notizen

Tuckerscup Nr. 2.

Von zwanzig gemeldeten Booten gingen vierzehn in Großenbrode/Ostsee an den Start dieser exzellent organisierten Regatta. Vom CFC nahmen Harald und Heike Ortmann auf einem Topcat K2 und Peter Schindler auf seinem Topcat K1 teil.

Harald und Heike erreichten auf den beiden Wettfahrten einen sechsten und einen siebten Platz. Das reichte in der Endabrechnung für einen Platz im Mittelfeld.
Wäre Harald in dem einen Lauf wegen eines Woolings in der Schot seines Reachers mit seinem Cat nicht durchgekentert, hätte es wahrscheinlich in der Gesamtwertung für einen dritten oder vierten Platz gelangt.

Noch mehr Pech hatte Pit. Nicht nur, daß er aus Krankheitsgründen auf seinen Sohn Alex als bewährten Vorschoter verzichten und sich vor Ort einen neuen Schotten suchen musste, er hatte sich auch eine ungewöhnliche, um nicht zu sagen geniale Starttaktik einfallen lassen, die dann aber nicht funktionierte.
Es sollte ein Dreieckskurs insgesamt drei Mal gesegelt werden. Auf dem Startkurs mussten die Boote aufkreuzen. Während die Teilnehmer hinter der Startlinie ‚umherkurvten' oder aufgestoppt lagen, um auf den Startschuß zu warten, wollte Pit von Land mit halben Wind zur Startlinie und fast parallel zu dieser ansegeln und dann beim Startschuß vor dem Feld anluven und im Spitzen Winkel auf die Kreuz über die Linie gehen. Für den Fall, daß er die Tonne des Startschiffes zu früh erreichte, wollte er wenige Sekunden vorher eine Wende fahren und dann mit dem Startschuß vor dem Feld auf die Bahn gehen.
Er glaubte also, viel Zeit zu haben und segelte als Letzter vom Strand los. Dann schlief der Wind unter Land jedoch fast ein und Pit war noch fast zweihundert Meter von der Startlinie entfernt, als der Startschuß fiel. Und so segelte er von Anfang an dem Feld hinterher. Allerdings holte er noch drei Cats ein. Dann versegelte er sich und ließ eine Wendetonne aus. Als er die Ziellinie passierte, signalisierte ihm die schwarze Flagge am Startboot, daß er disqualifiziert worden sei.

Am Nachmittag dann richtiger Wind. Fünf Windstärken; in Böen eine mehr.
Mit gleicher Taktik waren Pit und sein Vorschoter Dirk diesmal rechtzeitig an der Startlinie. Kurz vor Einleitung der erforderlichen Wende passierte es. Die Segel knalledicht, erwischte das Boot eine Böe und kenterte. Der Vorschoter rutschte auf dem Trampolin in Richtung Mast, verhakte sich dort mit seinem Trapezhaken am Vorliekstrecker und hatte alle Mühe, sich wieder zu befreien. Der Cat kenterte durch und lag dann als der Startschuß fiel mastunter ruhig in den steilen Wellen.
Zu allem Unglück stellte sich heraus, daß die Leinen im Vorderholm des Topcats zum Aufrichten aus der ‚Mastunterlage' wesentlich zu kurz sind; ein Fehler, über den man sich bei der Topcat GmbH einmal Gedanken machen sollte. Pit verlängerte die Aufrichtleine daher mit der Fock-Schot und mit vereinter Kraft war der ‚Komet von Meratzka' dann schnell wieder in Segelposition.

Nach dem Aufrichten -erst in die Seitenlage, dann auf die ‚Beine'; so, wie es im Lehrbuch steht- stellte sich heraus, daß der Fock-Schäkel gebrochen war. Die Fock flatterte frei im Wind, so daß Pit und Dirk aufgeben und an Land zurücksegeln mußten.

Am Abend die Preisverleihung und eine Riesenfete mit Livemusik.

Die Veranstalter haben rundum eine Superleistung gebracht. Vor allem Uwe Borlinghaus und seinen Mannen sei an dieser Stelle noch einmal für seinen Einsatz, seine Hilfe beim Auf- und Abbauen der Cats und seine Gastfreundschaft von Herzen gedankt.

Schade, daß an dieser so hervorragend organisierten Regatta nur so wenige Boote teilgenommen haben. Aber das lässt sich ja im nächsten Jahr ändern. Harald und Pit haben sich jedenfalls vorgenommen, im CFC und in Sahlenburg ordentlich die Werbetrommel für den Tuckerscup Nr. 3 zu rühren.