CFC-Notizen :: CFC Notizen

CFC.
Zehn Jahre im Dienste der Sahlenburger Seglerschaft.
Von Michael Münch.

Vor zehn Jahren, im Juli 2000, entschlossen sich acht Eigner von Sport-Catamaranen, drei weitere aktive Cat-Segler, zwei in der cuxhavener Wirtschaft verankerte Sponsoren, sowie der Vicepräsident des Canadischen Segelverbandes zur Gründung der CFC Freie Segler-Vereinigung der Catamaran-Freunde Cuxhaven e.V.
Zunächst handelte es sich um eine reine Zweckgemeinschaft, deren einziges Ziel es war, zu verhindern, dass auf dem Cat-Platz in Sahlenburg nur Catamarane und Jollen abgestellt werden dürfen, deren Besitzer gleichzeitig auch Mitglied in dem damals einzigen Segel-Verein vor Ort sind.

Was war der Gründung vorausgegangen?
Eine Reihe von Cat-Seglern war aus an dieser Stelle nicht näher erwähnten Gründen aus diesem Club ausgetreten und übten ihren Sport fortan vereinsungebunden in Sahlenburg aus. Sie wollten keinen neuen Verein. Stattdessen bildete sich ein zwangloser, lockerer Freundeskreis, die Catamaran-Freunde Cuxhaven.

Die Situation änderte sich, als die damalige Kurverwaltung von Cuxhaven im Zuge einer Umstrukturierung an den Segel-Verein in Sahlenburg herantrat und ihm die Verwaltung des Cat-Platzes antrug.
Der Vorstand desselben verkündete daraufhin, dass man –wenn man erst einmal die Verwaltung übernommen habe- nur noch Segler mit Catamaranen auf dem Bootsliegeplatz zulassen würde, die gleichzeitig auch Mitglied im Verein sind. Davon wären die ‘freien‘ Segler des Freundeskreises direkt betroffen gewesen. Diese wollten aber auf keinen Fall zurück in den Verein und mussten sich somit um ihren Verbleib in Sahlenburg sorgen. Aus der Not heraus gründeten sie schweren Herzens und irgendwie sogar gegen ihren eigenen Willen einen eigenen Verein, die CFC Freie Segler-Vereinigung der Catamaran-Freunde Cuxhaven e.V. Innerhalb weniger Tage gelang es dieser, die Kurverwaltung Cuxhaven davon zu überzeugen, die Verwaltung des Cat-Platzes nicht abzugeben, sondern weiterhin in eigenen Händen zu behalten. Und so ist es heute noch.

Damals schworen sich die CFC-Gründer, sich nie wieder in die Abhängigkeit Dritter zu begeben und sich willkürlichen und cliquenorientierten Entscheidungen zu beugen. So etwas sollte ihnen nie wieder passieren und sie wollten vorbereitet sein, falls noch einmal irgendjemand ihre Interessen einzuschränken versuchte. Nach Erreichung ihres Gründungszieles beschlossen sie daher, ihren Verein nicht wieder aufzulösen, sondern ihn als Regulativ im Sinne einer liberalen Entwicklung der Seglergemeinschaft in Sahlenburg zu erhalten. Das passte einigen und insbesondere dem Vorstand des anderen Vereins zwar nicht; schließlich blieb ihnen jedoch nichts anderes übrig, als sich mit der ‘Konkurrenz‘ des CFC abzufinden.

Von den damaligen Männern und Frauen, die den Schritt der Vereinsgründung machten, sind fünf auch heute noch, nach zehn Jahren, Mitglied im CFC und aktiv segelnd. Die anderen haben das Segeln aus Alters- oder Gesundheitsgründen aufgegeben, sind aus Cuxhaven weggegangen oder verstorben. Die beiden Sponsoren schieden aus, als sie sahen, dass sich mit dem CFC schnell eine starke Gemeinschaft entwickelte, die ihrer Hilfe nicht mehr bedurfte. Heute hat der Verein vierzig Mitglieder, von denen die Meisten von den Schwierigkeiten, die zur Gründung des Vereins führten, gar nichts mehr wissen oder diese nur noch vom Hörensagen der ‘Alten’ her kennen.

Der erfreuliche, ständig anhaltende Zulauf findet seinen Grund in einer zielorientierten, auf Ausgleich und Gerechtigkeit ausgerichteten Vereinsarbeit, einem kameradschaftlichen Miteinander ohne Cliquenbildung und dem sportlichem Engagement. Das F in den Initialen der einstigen Catamaran-Freunde Cuxhaven steht auch heute noch für das Handeln und Denken im Verein.

Am 21.08.2010 feierte die CFC Freie Segler-Vereinigung der Catamaran-Freunde Cuxhaven e.V. mit einer Riesenfete ihr zehnjähriges Jubiläum auf dem Cat-Platz in Sahlenburg, zu dem nicht nur Mitglieder, sondern auch ausnahmslos alle Segler in Sahlenburg, sowie Freunde und Kurgäste eingeladen waren; verbunden mit der Hoffnung und Erwartung, dass der Verein auch in Zukunft bleibt, was er ist: Klein, aber fein und eine starke Gemeinschaft.