CFC-Notizen :: Am Pranger

Nicht zu fassen.
Von Delf Erik Norden

Nach Wochen mehr oder weniger schlechten Wetters, gehe ich im August endlich mal wieder aufs Wasser. Als Vorschoter habe ich Pit Schindler an Bord.

Plötzlich steigen seewärts in der Ferne schwarze Rauchschwaden auf. Also Kurs ändern und nachsehen. Eine Zeit lang ist nicht zu erkennen, was da draußen los ist. Dann ein schwarzer auf dem Wasser liegender Strich. Erste Vermutung: Da ist einem der Motor seines Schlauchbootes verreckt. Beim Näherkommen erkennen wir tatsächlich ein kleines Schlauchboot. Direkt daneben ein einfaches Gummiboot, das nur aus einer tragenden Luftkammer besteht. Darauf haben vier junge Männer einen Grill aufgebaut. Einer der Männer versucht, das Feuer zu löschen, indem er mit der Hand Seewasser über die Kohle gießt. Damit erklärt sich die starke Rauchentwicklung, die wir aus der Ferne beobachtet haben. Als wir an der ‘Grillstation‘ vorbei segeln und fragen, ob wir irgendwie helfen können, werden wir erst gar nicht beachtet und dann mit bösen Blicken bedacht.

Wir fallen kopfschüttelnd ab und ziehen unseres Weges. Peter spricht aus, was auch ich denke: „Die spinnen ja wohl total!“
Auf dem Wasser in einem kleinen Gummiboot weit ab vom Ufer zu grillen. Darauf muss man erst einmal kommen. Nicht zu fassen!