CFC-Jugend :: Jugend- und Segel-Freizeiten


CFC-Jugend macht Urlaub.
Von Alexander F. Schindler.

Wir schreiben das Jahr 2003. Es ist Sommer und ungefähr einunddreißig Grad C. heiß; außerhalb meines Wagens. Im Wagen liegt die gefühlte Temperatur natürlich noch ein wenig höher. Meine Kiste ist bis unters Dach beladen mit Segelklamotten, einem Zelt, Schlafsäcken, Isomatten und anderem mehr. Und auch oben auf dem Dach ist kein Platz mehr.
Ich bin auf dem Weg nach Bad Zwischenahn. Genauer: Zum Zwischenahner Meer, um dort eine der wichtigsten Premieren und Höhepunkte des Jahres mitzuerleben; die 'CFC Jugend und Segel-Freizeit Bad Zwischenahn 2003'.
Idefix -in Zwischenahn nennen sie ihn allerdings bei seinem richtigen Namen 'Jens'- und ich haben uns einen extrem harten Trainingsplan für die sechs Tage ausgedacht. Dies läßt sich schon an der Verteilung der Schlafstellen erkennen. Zur Verfügung stehen ein Wohnwagen und zwei Zelte. So war es naheliegend, daß Jens und ich im Zelt übernachten 'durften' und die drei Jungs den Wohnwagen nutzen.

Nachdem also die Zelte aufgebaut sind, geht es erst einmal darum, die erste Mahlzeit zu sich zu nehmen. Aber was soll es geben?
Diese Frage wird in weniger als einer Sekunde gelöst: Grillen, heißt das magische Wort. Alternativ gibt es während der Woche auch noch die anderen weltberühmten Gerichte echter Kerle; wie zum Beispiel Ravioli und Hot Dogs.

Am zweitem Tag wird der Cat aufgebaut und wir schaffen das sogar, obwohl natürlich diverse Kleinteile aus unerfindlichen Gründen einfach nicht mehr vorhanden bzw. verschwunden sind. Nachdem diese Prozedur durchgeführt ist, kann ich mir endlich erlauben, dieses sogenannte Meer einmal näher anzuschauen. Mein erster Gedanke: 'Ist das alles?!' Mir kommen Zweifel. Das andere Ufer in Spuckweite; eine Pfütze im Binnenland. Wir werden das Wenden und Halsen in dieser Woche perfektionieren...

Am ersten Segeltag spüren wir eine leichte Brise und so kreuzen wir auf dem Meer hin und her. Und nun kann ich sagen: Das Meer ist größer als man denkt.

Als der Wind einschläft, kommt mir die glorreiche Idee, Kenterübungen durchzuführen. Die sind auch mehr oder weniger erfolgreich. Als Verfasser dieses Artikels möchte ich hierzu nicht mehr sagen.

Am Abend wird.... - na, einen Rateversuch gebe ich Euch-.... genau. Es wird gegrillt.
Es tut sich jedoch ein gigantisches Problem auf, mit dem niemand gerechnet hat. Der kleine Lars will sich sogar von seiner Mutter wieder abholen lassen. Wir müssen eine Entscheidung treffen und es werden Jens und Thorben bestimmt, die dieses Problem für heute in den Griff kriegen müssen. Es handelt sich um das Grauen des Abwaschens.

Für die folgenden Tage finden wir eine gute Regelung. Die Glücksspielgesetze in Bad Zwischenahn erlauben es, um das Abwaschen zu spielen bzw. zu zocken. Aus diesem Grund werden die Abende mit Monopoly, Meiern und Jenga verbracht, um Personal für die übelste aller Aufgaben zu gewinnen.

Kommen wir zum Hauptgrund der Unternehmung zurück:
Um die Feinmotorik zu trainieren, gehen wir am dritten Tag minigolfen. Der zweite Grund hierfür ist die Flaute auf dem Meer mit einer Windgeschwindigkeit von null kmh.
Es stellt sich heraus, daß Tiger Woods unerkannt in unseren Reihen ist. Es gibt zwar einen Sieger, aber wer ist das?!!!? Ich bin es nicht. Das wüßte ich.

Am Nachmittag quälen wir noch einmal die Boote, denn wir haben inzwischen eine Windgeschwindigkeit von nullkommanullnullnullnulleins. Die Catamarane werden zur Badeinsel mit dem größten Sonnensegel in der Gegend.

In der zweiten Hälfte der Woche ändert sich das Wetter grundlegend. Wir haben Wind und nicht zu wenig. Wir versuchen zwar, zu segeln, geben es aber nach zwei Stunden auf. Alternativ packt Jens sein Surfbrett für Jan-Helmut und seinen Optimisten für Lars aus.

Im nächsten Jahr werden wir wohl eher ein 'Optifestival' veranstalten müssen, denn jeder war von dem Ding extrem begeistert. Wer braucht da noch einen ollen, hochgerüsteten Catamaran?

Am Ende segeln wir aber noch mal richtig und als Showeinlage werden Fallschirmspringer zum Auftakt der Zwischenahner Woche 2003 über dem Meer abgeworfen. Oder springen die freiwillig?

Wir haben jedenfalls alle unseren Spaß und sind uns einig, daß wir das im nächsten Jahr wiederholen möchten.
Auch die folgenden Verhaltensregeln sind schon festgelegt:
  • Beim Monopoly dürfen Jan und Lars nicht mehr zusammenspielen.
  • Es wird auf jeden Fall wieder gegrillt.
  • Es gibt auf keinen Fall wieder Ravioli.
  • Ein Besuch beim Friseur in Zwischenahn ist unumgänglich.
  • Ein Mückenspray wird angeschafft.
Wir, das heißt, Jens, Thorben, Jan-Helmut, Lars, Ole, Niels und ich möchten Volker noch einmal für seine Gastfreundschaft und seinen Gruppenraum von ganzem Herzen danken und ihm auf diesem Wege die folgende Warnung zukommen lassen: Wir kommen wieder!