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CFC Segeltörn zur Insel Neuwerk.

Nachdem es wochenlang warm gewesen war und die Sonne geschienen hatte, ist es am Sonnabend, den 04.07.2009 kühl. Der Himmel ist bedeckt und der Wind nimmt ständig zu.

Kurz vor Hochwasser, entscheiden sich Pit und Günni, Delf, Michael (Zimdars) und Malte Horn mit seiner Julia dennoch, den Törn nach Neuwerk zu unternehmen. Wenigstens regnet es nicht und alle hoffen, dass das so bleibt, bis sie am nächsten Tag in Sahlenburg zurück sind.
Die sechs Segler machen ihre fünf Catamarane klar und verstauen sorgfältig das Gepäck, die Zelte und Schlafsäcke. Pit hat den größten Cat und lädt vorne zusätzlich einen Slipwagen auf, um die Boote später auf Neuwerk leichter die steile Wattenauffahrt hoch und am nächsten Tag wieder ins Wasser zu bekommen.

Das kleine Geschwader kann Neuwerk nicht direkt ansegeln und muss aufkreuzen. Alle Crews haben alle Hände voll zu tun.
Der Topcat K1 von Pit und Günni ist schwer beladen und stampft schwer durch die bolzige See. Malte und Julia halten sich gut auf ihrem Hobie 16 und Delf auf seinem Topcat K2 düst einhand wie ein springendes Reh durchs Wasser. Nur Michael hat seine liebe Not. Er fährt seinen Hobie 16 mit Vollzeug und das ist bei diesem Wetter für einen Mann und für das leichte Boot ein Segel zu viel. Als ihm die Sache zu riskant wird, bricht er ab und kehrt nach Sahlenburg zurück.

Anschließend versucht er sofort, mit Pit Kontakt aufzunehmen und hinterlässt auf dessen Mailbox eine Nachricht, damit dieser sich keine Sorgen macht. Doch Pit hat ein anderes Handy dabei und so erreicht ihn die Nachricht nicht. Er hat Michael zwar abdrehen sehen, konnte aber im Dunst –selbst die Küste und die beiden Hochhäuser von Sahlenburg waren nicht auszumachen- nicht erkennen, ob Michael den Strand sicher erreicht hat. Deshalb ruft er bei der Rettungsstation in Sahlenburg an und nimmt beruhigt zur Kenntnis, dass Michael wohlbehalten zurückgekehrt ist.

Die fünf Freunde sichern ihre Cats. Als sie fertig sind, reißen die Wolken auf und es herrscht herrliches Sommerwetter. Sie machen sich auf den Weg zum Zeltplatz auf dem Fockschen Anwesen, checken ein und bauen ihre Zelte auf. Julia und Malte arbeiten ohne Arbeitsanleitung und haben am Ende eine Stange über. Jeder gibt seinen Senf dazu. Das Zelt sieht zwar anders aus als auf der Anleitung, aber es steht. Dann trinken sie erst einmal einen kräftigen Kaffee, spinnen Seemannsgarn und Delf und Pit bringen Julia die Theorie des Segelns näher. Der Tisch ist das Meer; ein zum Segel verbogener Bierdeckel wird das Großsegel, eine gefaltete Serviette stellt den Cat dar, das Salzfässchen auf dem Tisch wird zur Wendetonne und ein Strohhalm zeigt die Windrichtung an.
Der Höhepunkt der Schulung: „Wenn ich Dir mit rechts eine herunterhaue, hast Du links eine rote Backe. Dort ist Backbord.“ Julia raucht der Kopf.

Die Insel wird zu Fuß umrundet. Ein letzter Blick auf die Cats und dann zurück zum Zeltplatz. Günni macht verspätet sein Mittagsnickerchen vor seinem Zelt.

Gemeinsames Abendessen im ‘alten Fischerhaus‘ und dann die paar Schritte zum Leuchtturm. Wie Klaus Störtebeker und seine Vitalienbrüder im Mittelalter entern die Segler das Lokal im Turm. Die Wirtin schaut verschreckt die bestens gelaunten Neuankömmlinge an. Eiergrog, heiße Schokolade und Aquavit landen auf dem groben Holztisch und werden null komma nichts mehrfach vernichtet. Nur Malte trinkt mit nicht zu überbietender Perversität alkoholfreies VitaMalz. Beseelt, aber nicht schwankend, geht es zur Nachtruhe.

Die beiden Pferde auf der benachbarten Koppel zum Zeltplatz schlafen längst, als die Segler zurück kommen.
Nächster Morgen. Herrliches Wetter. Günni beschwert sich, dass Pit in der Nacht pinkeln gegangen sei und dabei mehrfach gewiehert hätte.

Die Freunde bauen ab und machen sich über das Frühstück her. Dann bummeln sie zu ihren Booten und machen diese startklar.
Am späten Mittag sind sie zurück in Sahlenburg, stellen ihre Cats ab, trinken im Café auf dem Deich noch gemeinsam Kaffee und stellen dann einstimmig fest, dass es Spaß gemacht hat.