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CFC Club-Reise 2013.
Die Karawane zieht weiter.
Von Jens Dirk Petersen und Peter H. Schindler.

Freitag, der 12.04.2013; 9:30 Uhr. Flughafen Hamburg.
Alex, Rainer (Damm), Monique, Katastrophen-Manni, Theresia, Detlef, Uli (Meergans), Idefix und Pit. Alle sind pünktlich. Kaum zu fassen!

Einchecken. Erstes Problem. Nur weil Monique –wie Idefix- mit Nachnamen zufällig Petersen heißt, werden die beiden von der Bodenstewardess am Schalter verheiratet. Protest von Rainer. Dann aber findet er sich mit der Situation ab. Allerdings wird er später im Club peinlich genau darauf achten, dass Idefix auch nicht noch sein Bett neben Monique bekommt.

Nach zweieinhalb Stunden Flug Landung in Zarzis auf Djerba. Es ist bedeckt, aber trocken und mit 25° C. gegenüber Deutschland paradiesisch warm.

Pit und Alex werden von ihrem tunesischen Freund Hachemi (Sprich Äschmie) abgeholt. Als Pit seine Berge an Mitbringsel ausgepackt und Hachemi ausgehändigt hat, wiegt sein Koffer kaum noch fünfzehn Kilo.
Die anderen fahren mit dem Bus. Treffpunkt Club Magic Life Penelope Imperial.
Einchecken. Der Club-Chef erkennt uns sofort wieder. Haben wir uns im vergangenen Jahr nun besonders gut oder besonders schlecht benommen? Die Herzlichkeit spricht für Ersteres und dass Peter Peter heißt, weiß er auch noch.

Kaum haben Pit, Alex und Idefix ihre Sachen aufs Zimmer gebracht, werden sie in der Lobby von Häuptling Silberlocke und seiner Frau empfangen. Großes Hallo. Es sind auch noch ein paar andere aus dem letzten Jahr wieder da; Jürgen, Richard und Horst, Lodda und Waltraud. Alle freuen sich auf die lustigen CFC-Segler aus Cuxhaven.

Der erste Weg führt natürlich zur Nautic-Station. Oktay und seine Crew freut sich, wundert sich jedoch, dass aus drei Seglern aus dem letzten Jahr neun geworden sind. „Und die können alle segeln?“ Ja, sie können. Dennoch lässt sich Oktay von den Neuen ihre Befähigungsnachweise zeigen. Katastrophen-Manni hat nichts dabei, bringt es aber irgendwie fertig, dass man ihn segeln lässt und nicht weiter nachfragt.

Ein festes Programm gibt es nicht. Jeder tut, was er will und wozu er Lust hat. Treffpunkt ist im Zweifelsfall die Strandbar an der Nautic-Station.
Segeln, surfen, Wasserski fahren; reiten (auf Berberhengsten und Kamelen), Kutschfahrten, schwimmen, Beach-Fußball und Tennis spielen; Nordern Walking, Radfahren, Boule, lange Spaziergänge entlang dem Strand, Ausflüge nach Midoun und Houmt Souk, abends kickern und herumschwofen, tanzen oder nur nett beisammen sitzen; die CFC-Gruppe lässt nichts aus. Mit Häuptling Silberlocke findet Katastrophen-Manni einen passionierten Golfer, mit dem er zusammen auf Djerba durch die Sanddünen läuft und Golflöcher sucht.

Besonders zu erwähnen, ein Beach-Fußballspiel auf dem Bolzplatz am Strand. Vor Lachen treffen viele den Ball nicht. Manni und Idefix geht die Puste aus, was Idefix jedoch nicht abhält, sich sofort wieder eine Zigarette an zu zünden. Schlimmer trifft es Pit. Er humpelt vom Platz. Uli fragt, was er hat und ob er sich den Fuß mal ansehen solle. Immerhin ist er Orthopäde. Diagnose: Achillesferse extrem gereizt: „Was rätst Du mir?“
Die Antwort von Uli ist das Ergebnis eines langjährigen Pragmatismus: „Altersgerechtes Verhalten. Spiel nicht mehr Fußball.“

Mittags und abends haben natürlich alle Hunger. Die Buffets im Club suchen ihresgleichen. Vor allem Theresia, Monique, Detlef und Rainer kommen aus dem Schwärmen nicht mehr heraus und auch Jensalias Idefix langt wieder zu, dass sein Bauchumfang täglich grösser wird. Was der Junge schon so zum Frühstück verdrückt, davon leben andere Leute eine ganze Woche. Und wenn abends auf dem Dessertbuffet gähnende Leere herrscht, dann ist auch daran Idefix maßgeblich beteiligt.

Aus der vom Verein vorgesehenen Regatta um den Udo-Brakhage-Gedächtnis-Preis am Donnerstag wird nichts. Die Nautic-Crew befürchtet, dass bei voraussichtlich mehr als einem Dutzend Teilnehmern und nur fünf Booten gleichen Typs , die zwei oder drei vorgesehenen Läufe an einem Vor- oder einem Nachmittag nicht durchführbar sind, weil der Wind nur mäßig weht.
Dafür gibt es eine Segeltour zur Flamingo-Lagune mit ‘Melonen‘picknick. Alle verfügbaren Catamarane sind auf dem Wasser; eine richtige Armada.
Sonst sind in der Lagune Hunderte von Flamingos zu sehen; an diesem Tag ist nicht ein einziger da. Dennoch wird die Tour zu einem bleibenden Erlebnis; wie die Videos und Fotos auf dieser Web-Site beweisen.

Auch die Wettfahrt um den Motten-Pokal am folgenden Donnerstag findet nicht statt; diesmal jedoch, weil es stürmt. Zehn Windstärken und mehr. Das kennt man auf Djerba eigentlich gar nicht. Peter hat also die Medaillen und Winner-Shirts vollkommen umsonst von Hamburg nach Djerba mitgeschleppt und ist entsprechend enttäuscht.

Nach einer Woche ist für Uli und Manni der Urlaub zu Ende. Dafür reisen Meik Blenk und Gesche an und bringen die CFC-Truppe wieder auf die alte Stärke. Mit ihnen kommt aber auch das bereits vorstehend erwähnte schlechte Wetter, das bis zum letzten Urlaubstag anhält.
Die ganze Woche kein Segeln. Dennoch bleibt die Stimmung der CFC-Gruppe hoch. Jeden Tag unternehmen die verhinderten Segler irgendetwas anderes; sie haben viel Spaß und lachen viel. Manchmal hat man den Eindruck, keine Erwachsenen, sondern übermütige Jugendliche vor sich zu haben. Häuptling Silberlocke, der eigentlich Toni heißt und in einem Salzstollen in Bad Reichenhall wohnt, Horst aus Niederbayern, den wegen seines Dialektes kaum einer versteht und Willi aus Kappeln, der alle paar Minuten und sogar nachts in der Bar danach fragt, wann die längst abgesagte Regatta denn nun endlich stattfindet, passen zu diesem Spassteam wie die Faust aufs Auge.

Am 26.04. stehen sie dann wieder am Flugplatz in Houmt Souk und warten auf das Flugzeug nach Hamburg.
Im Flugzeug sorgen Monique, Rainer, Alex und Idefix durch ihre ausgelassene und gute Stimmung dafür, dass sich ein paar fremde Fluggäste beschweren. „Wenn Du eine solche Gruppe ertragen musst, brauchst Du gleich wieder Urlaub“, ist von einem offensichtlich abgenervten Herrn zu hören. Daraufhin muss er sich auch noch anhören: „Möchten Sie gern aussteigen? Der Ausgang ist drei Sitze weiter vorne.“ Das Ganze in zehntausend Meter Höhe.

Ob es der CFC-Gruppe gefallen hat?
Monique gibt die Antwort und niemand widerspricht: „Wenn Ihr das nächste Mal fahrt, sind wir wieder dabei.“