CFC-Aktivitäten :: CFC Club-Reisen


CFC Club-Reise 2008.
Das fünfte Mal mit dem CFC auf Djerba.
Von Birgitt M. Schindler.

Mittwoch 15.10.2008. Flughafen Hannover.
Das Wetter ist herbstlich; aber trocken und für die Jahreszeit zur warm.

Günni, Uwe, Michael (Zimdars), Birgitt, Alex und Pit checken pünktlich zum Flug nach Djerba ein.
Zwei Tage früher ist schon Daniel aus dem CFC-Freundeskreis aus Luzern über Zürich auf Djerba angereist. Und noch ein weiterer Freund aus den Niederlanden wird von uns in Tunesien erwartet. Dieser verpasst dann aber das Flugzeug in Düsseldorf und meldet sich am kommenden Tag telefonisch ab -verzweifelt und verärgert über sich selbst- weil alle Flüge in den kommenden Tagen aus Deutschland ausgebucht sind.

Kurz vor Mitternacht landen wir in Zarzis auf Djerba. Sternenklarer Himmel und wohlige Wärme.
Es ist fast ein Uhr, als wir mit dem Bus unser Ziel erreichen. Nach einem kleinen Nachtimbiss im Club Aldiana Djerba Atlantide gehen wir müde und mit steifen Knochen vom langen Sitzen im Flugzeug ins Bett.
Am nächsten Tag treffen sich alle um 9.oo Uhr zum Frühstück. Daniel stößt zu uns. Die CFC-‘Truppe‘ ist damit komplett.

Strahlend blauer Himmel. Herrliche Sonne. Sommerliche Wärme mit satten +28 Grad C in der Luft und deutlich mehr als +20 Grad C. im Wasser. Um uns herum nur gut gelaunte Menschen.
Der Club ist zwar nicht ausgebucht, aber gut besucht. Der erste Weg führt –wie könnte es anders sein?- zur Nautic-Station. Frank, Caro, Rhedjab und Roland als dienstbare ‘Nautic-Geister‘ der Station –wir kennen alle schon aus den vorangegangenen Jahren- empfangen uns mit großem Hallo. Die Catamarane stehen einladend und segelfertig am Strand. Von jetzt an wissen sich alle in Urlaub und sofort sind die Meisten auf dem Wasser zu finden.

Michael ist zweifelsfrei der Aktivste. Segeln, Wandern, Rad fahren und Bogenschießen. Die anderen lesen, faulenzen am Strand oder am Pool und segeln, segeln, segeln.

Abends vor dem Abendessen die Pünktlichkeitsrunde an der Pool-Bar. Thybarin heißt das Zeug, das alle herunterkippen. Danach das Buffet. Man kann im Freien sitzen und jeder genießt die leckeren Dinge, die der Club zu bieten hat. Wer hier nichts findet, was ihm schmeckt, dem ist nicht zu helfen.

Auffällig und an dieser Stelle erwähnenswert ist die Solidität der CFC-Segler nach dem Abendessen und in der Nacht. Keiner geht nach dem Abendbrot ins Theater oder ist danach in der Disco zu finden. Sie trinken alle zusammen an der Pool-Bar nur noch einen oder zwei Thybarin, Bukha oder Bierchen und dann gehen sie brav und artig ins Bett. Kontrolliert habe ich das allerdings nicht.

Peter hatte im Vorfeld der Reise bei entsprechender Beteiligung eine Tour zum Schott el Djerid und in die Sahara angeboten, aber nur Daniel hat Lust. Mein Peter ist bereit, ihn zu begleiten. Alex und ich reden ihm das aus. Wir haben nur fünf volle Tage auf Djerba und Peter hat in den letzten Wochen selten weniger als sechzehn Stunden pro Tag gearbeitet. Er ist abgewirtschaftet und braucht dringend Ruhe. Da sollte er nicht auch noch fast tausend Kilometer an einem einzigen Tag mit einem Leihwagen in glühender Hitze abreißen. Nach vielen guten Worten gibt er sich unseren Argumenten geschlagen. Daniel entschließt sich, eine Pauschal-Tour zu buchen, kommt enttäuscht zum Mittagessen und erklärt, dass die Tour ausgebucht sei und er nur in den Berge zu den Berbern fahren könne. Peter –hier auf Djerba nennt ihn keiner Pit- steht auf und macht der armen Nora in der Reiseleitung des Clubs mit all seinem Charme, aber auch durch seine sprichwörtliche Hartnäckigkeit die Hölle heiß. Schließlich verbindet sie ihn mit dem Touren-Veranstalter und bekommt dafür eine Tüte Gummibärchen. Der Mann am anderen Ende der Leitung verspricht entnervt, dass er sofort anruft, wenn wider Erwarten doch noch ein Platz frei werden sollte. Pit aber kennt seine afrikanischen Pappenheimer und fragt daher sicherheitshalber nach dem Namen und der Telefon-Nummer seines Gesprächspartners. „Hoffen wir, dass noch einer Durchfall bekommt“, beendet er grinsend das Gespräch.
Als er am Abend zum Essen noch keine Nachricht hat, springt er unvermittelt vom Tisch auf, fummelt sein Handy heraus und ruft an, einen auf Djerba lebenden Freund. Der reißt sich noch am gleichen Abend –im wahrsten Sinne des Wortes- den A.... auf und mietet schließlich einen kompletten Kleinbus mit Fahrer. Daniel fährt am nächsten Tag als ‘VIP‘ allein im Bus mit ‘Privatchauffeur‘ in die Wüste und kommt am Abend selig, aber total erschlagen von den Eindrücken in den Club zurück.

Währenddessen vergnügen sich die anderen am Strand an der Nautic-Station in bereits beschriebener Weise bei Reggae-Musik und gesundem Orangensaft. Thybarin und Bukha gibt es erst abends. Pit fährt am Vormittag mit Frank auf dem Schlauchboot heraus. Sie haben vor der Küste Delphine gesichtet und begleiten die neugierige Delphin-Familie wohl eine Stunde lang.

Günni hat sich beim Segeln mit Peter am Arm verletzt. Das macht ihn für Conny interessant, eine etwas beleibtere Krankenschwester irgendwo aus Deutschland, die Anschluss sucht. Da der gutmütige Günni von ihr förmlich verfolgt und nicht so richtig mit ihr fertig wird, hilft Uwe, der mit seiner besonderen Art von Humor Conny beschäftigt. Günni kann daraufhin seine Wunden in Ruhe ausheilen und Conny hält Abstand; auch, nachdem sie zum Nachmittagsquiz Großes Wissen angekündigt hat, dann aber doch nicht so viel oder vieles nicht so richtig wusste und daher den beißenden Spott von Uwe und Peter über sich ergehen lassen musste.
Überhaupt ist Uwe die Stimmungskanone unserer Gruppe. Er erzählt einen Schwank nach dem anderen aus seinem (und Günnis) Leben und wir lachen, dass uns das Zwergfell zu platzen droht.

Da Daniel schon am Montag abreisen muss, findet die nun schon fast traditionelle CFC-Regatta vor Djerba nicht am Tag vor unserer Abreise, sondern schon am Sonntag statt. Darüber aber wird ein anderer an anderer Stelle berichten.

Am Mittwoch ist es bewölkt. Abreisewetter. Die meisten drehen vormittags noch eine Runde mit dem Cat auf dem Wasser und verabschieden sich dann von ihren alten und neu kennengelernten Freunden. Dann geht es nach Hause. Ich bleibe noch bis zum 01. November und bringe ‘meine fünf Männer‘ zum Bus. Bislema* Jungs.

*= Bis bald. (Arabisch)