CFC-Aktivitäten :: CFC Club-Reisen


CFC Club-Reise 2005 (28.03 bis 07.03.2015).
Mit liebenswerten CFC-Chaoten wieder auf Djerba.
Von Birgitt M. Schindler.

Diesmal ist es mit sieben Personen eine nur kleine Gruppe, die sich am 07.04.2005 auf den Weg nach Djerba/Tunesien macht. Neben Birgitt, Günni, Alex, Idefix und Pit als harten Kern, sind aus dem CFC-Freundeskreis noch Katastrophen-Manni und seine Frau dabei. Auf Djerba wird noch Ecki dazu stoßen.

Die Stimmung ist bombig; schon beim Warten auf den Abflug in der Caféteria des Flughafens in Bremen wird kräftig gelacht. Birgitt hat Geburtstag und muss eine Flasche Champagner ausgeben. Das erste von Birgitt gesparte Reisegeld landet prickelnd in den Schlünden der Segler.

Djerba empfängt die Gruppe -wie immer - außerordentlich freundlich. Blauer Himmel. So gut wie keine Wolken. Nicht gerade hochsommerliche Temperaturen, aber angenehm warm. Und -das Wichtigste für die CFC-Segler- Wind. Nur am Abend ist es angeraten, sich eine Jacke überzuziehen.

Der neue Club Aldiana Djerba Atlantide ist deutlich grösser als die alte Anlage. Gepflegtes Ambiente und hochherrschaftliche Zimmer mit weit größerem Comfort als früher sorgen dafür, dass sich alle sofort wohl fühlen. Wie schon im alten Club ist das Speiseangebot reichlich und in seiner Vielfalt kaum Überschaubar.

So schnell es geht, finden sich alle am Strand an der Nautic-Station ein. Dort begrüßen sie zwei gute alte Bekannte; Bernd, der Stationsleiter und sein Assi Benoit. Grosses Hallo, Hände schütteln und in die Arme nehmen. Man sieht allen an, dass sie sich freuen.

Und was Bernd dann zeigt, lässt jedes Seglerherz höher schlagen: Einen großen Umkleideraum; funkelnagelneue Neoprenanzüge und Schwimmwesten; fein säuberlich nach Größe geordnet und in Reih und Glied aufgehängt. Eine saubere Dusche und eine Toilette, die einem der Ankömmlinge sogar die Worte "Hier würde sogar ein Ostfriese saufen" entlockt. Direkt nebenan ein Schulungsraum, in dem Bernd Surf- und Segelanfänger unterrichtet und prüfungsreif macht. Direkt gegenüber und nur ein paar Schritt entfernt, der Unterstand mit den Surfrettern und den Gleit'bananen'. Daneben die Catamarane, die im Moment nicht gebraucht werden. Und am Strand aufgeriggt und einladend: Ganz neue Hobie 15. Bestes Material, das selbst den kritischen und anspruchsvollen Katastrophen-Manni zu lobenden Worten veranlasst.

Die Gruppe genießt die wenigen Tage, die sie auf Djerba ist und freut sich, dass es jeden Tag ein Bischen wärmer wird. Nur an einem einzigen Tag ist es stark bewölkt und es bläst wie verrückt. Genau diesen Tag haben sich Günni, Alex und Idefix ausgesucht, um sich am Kitesurfen zu versuchen. Am Abend sind sie dann in der Clubanlage zurück; mit aufgeschürften Beinen und geschwollenen Knochen. Sie geben es nicht zu, aber segeln scheint ihnen leichter zu fallen.

Anne und Manni fahren mit dem Fahrrad durch die Gegend, spielen Tennis, besuchen die Sauna und nutzen das wirklich umfangreiche Fitnessangebot des Clubs. Alex und Idefix toben auf gemieteten Rollerblades über die Bahn und erscheinen immer wieder am Strand, um das zu tun, was sie am Besten können: Segeln.

Günni und Pit machen es sich an der Nautic-Station bequem. Nur zum Kaffee- oder Bierholen stehen sie noch auf. Im Übrigen lassen sie den lieben Gott einen guten Mann sein, philosophieren über das Leben und wagen sich -wie die anderen- täglich mehrfach mit dem Cat aufs Wasser.
Wie Anne und Manni, tobt auch Ecki jeden Tag über den Tennisplatz. Ansonsten riskiert er abends in der Lobby-Bar oder in der Disco einen Blick auf das weibliche Geschlecht. "Lass es", kommentiert Pit sein Handeln, "Das ist nicht mehr Deine Altersgruppe. Und wenn es Deine Zielgruppe ist, dann träum' ruhig weiter."
Wenn es einen Preis für Faulheit gäbe, würde wahrscheinlich Birgitt ihn bekommen. ‘Schönheitsschlaf‘ ist ihr Lieblingswort.

Einen Tag fahren Günni, Idefix, Alex und Pit nach Midoune und kaufen ein. Man bummelt durch die orientalisch anmutenden engen Gassen und landet schließlich in einem Laden, der Vereinstrikots aller großen deutschen Fußballmannschaften führt. Idefix ist nicht mehr zu halten, denn er hat Auftrag von seinem Sohn, ihm Trikots von Manchester United und Bayern München mitzubringen. Ein Shirt von Werder Bremen gibt es nicht. Die Mannschaft kennt man auf Djerba offensichtlich nicht, was Idefix ganz traurig macht und Alex und Pit als HSV-Fans zu der Äußerung verleitet, dass Werder eben doch nur eine Provinzmannschaft ist.

Nachdem im vergangenen Jahr auf Fuerteventura keine Regatta gesegelt worden ist, freuen sich jetzt alle darauf, den jeweils anderen zu zeigen, wie schnell sie sind.
Und natürlich laden sie andere Clubgäste ein, an ihrem sportlichen Vergnügen teil zu haben. Da ist zum Beispiel Hubert, den unsere Freunde schon seit etlichen Jahren kennen und immer wieder mal auf Djerba treffen. Hubert freut sich sichtlich, dass er wieder im Kreise der CFC-Segler aufgenommen wird und an der Regatta teilnehmen darf.

Bernd steckt einen geraden Kurs ab. ‘Up and down‘ sagen die Spezialisten dazu. Bernd grinst. "Es ist besser so. Weiß ich, ob Ihr mit Euren Suffköppen eine Wende hinbekommt ........ ?!?"
Und wie recht er hat. Eckhard kentert an der ersten Wendetonne, begräbt diese unter seinem Segel und bekommt den Cat nicht mehr hoch. Peter und Günni ist das entgangen und so jagen sie an Ecki vorbei und suchen in der Ferne die Wendetonne, die sie natürlich nicht finden. Als Peter zurücksegelt, um Eckhard zu helfen, umsegelt er die für ihn immer noch nicht sichtbare Tonne unter Eckhards Segel an der falschen Seite und wird prompt von Benoit, dem pechrabenschwarzen Assistenten von Bernd aus dem Senegal disqualifiziert.
Das heißeste Ding leistet sich jedoch Alex. Er nimmt die zweite Wendetonne so eng, dass sich seine Ruderanlage in der Ankerleine verfängt. Mehr als fünfzig Meter schleppt er die Boje hinter sich her. Als er endlich frei kommt, ist Bernd zur Stelle und disqualifiziert auch ihn.
Ohne zu wissen, ob er wirklich gewonnen hat, gibt Idefix nach der Regatta erst einmal eine Runde Bier aus. Dann erzählt er jedem, dass er gewonnen hat und am Ende glaubt er es selbst.
Am Nachmittag dann Preisverleihung. Jeder bekommt eine CFC-Erinnerungsmedaille und wir denken an unseren verstorbenen Segelkameraden Udo, dessen Namen die Wettfahrt trägt: Udo-Brakhage-Gedächtnispreis.

Einen Nachmittag geht es übers Wasser zur alten Clubanlage. Alles verfällt dort und wehmütig erinnern sich die Segler an die vielen schönen Stunden, die sie hier in den vergangenen Jahren verbracht haben.
Pit stellt sich auf die leere Bühne vor dem ehemaligen Pool, tanzt herum und singt: "Hört gut zu; hört gut zu. Ich bin das singende Känguruh .........." An dem Mann ist ein richtiger Clown verloren gegangen.

Viel zu schnell ist die Woche auf Djerba vorbei.
Eckhard und Hubert bleiben noch länger und verabschieden zusammen mit Bernd und Benoit die CFC-Gruppe. Alle sind ein Bischen traurig.

In Bremen empfängt uns für deutsche Verhältnisse gutes, aber für die Heimkehrer kaltes Wetter. Die drei Schindlers entschließen sich, im nächsten Jahr wieder nach Djerba zu fahren. "Ich bin auch dabei", kommt es von Idefix. Und auch Anne und Manni bitten, dass man sie doch unbedingt informieren möge, wenn der CFC wieder auf Tour geht. Dann -so sind sich alle einig- vielleicht ein oder zwei Wochen später und in den Ferien, damit auch die Familien im CFC endlich einmal die Möglichkeit haben, mitzufahren. Und vielleicht finden sich ja auch noch ein paar andere, wenn sie diesen Bericht gelesen und die Fotos angeschaut haben.